Im Zuge der Entwicklung meines WordPress-Plugins BlockAlyzer zur Ermittlung der Anzahl von Besuchern mit AdBlockern, haben wir diesen Punkt mit in die AdSense-Analyse, die wir für Kunden durchführen, aufgenommen. Die Ergebnisse der Messungen waren, gemessen an den Durchschnittswerten, teils positiv, teils negativ, haben aber stets eine realistische Entscheidungsgrundlage bieten können, ob sich Maßnahmen gegen AdBlocker für sie lohnen.

You're using WordPress and would like to get Advanced Ads for free?

Nicht alle unsere Kunden betreiben ihre Webseite jedoch mit WordPress und daher war es mit der Zeit nötig, ein CMS-unabhängiges Skript für die Ermittlung von AdBlockern zu entwickeln. Ich habe das Vorgehen in unserem englischen Blog ausführlich beschrieben und möchte hier nur eine grobe Zusammenfassung geben. Auch hier finden Sie die Dateien zum Download und eine kurze Installationsanleitung.

zum Original-Artikel auf webgilde.com/en

Wie erkennt man AdBlocker?

AdBlocker funktionieren im Grundsatz nach dem Prinzip, dass sie das Laden von externen Ressourcen via HTTP-Aufruf verhindern, wenn deren Quellen in einer Filterliste aufgeführt werden. Das können externe Skripte wie die von Google AdSense eingebunde Datei show_ads.js, aber auch statische Bilder sein. Wenn Sie sich für die Filterliste interessieren, dann können Sie diese bei den meisten AdBlockern direkt einsehen und sogar eigene Einträge ergänzen.

Wenn ein AdBlocker das Laden einer externen Datei verhindert, dann wird deren Inhalt schlichtweg nicht auf der Webseite angezeigt. Hier setzt das Erkennen von AdBlockern an. Sie müssen nur ermitteln, ob sich der Inhalt auf Ihrer Seite, z.B. durch eine fehlende Anzeige verkleinert oder ob der Inhalt der geladenen Datei genutzt werden kann.

Ich unterscheide beim Auszählen von AdBlockern in zwei Herangehensweisen. Die erste prüft, ob ein fest definierter Anzeigenblock die gewünschte Größe hat. Das hat bei meinen Kunden jedoch häufig zu einem Problem geführt, wenn nicht auf jeder Seite die gleichen Anzeigen verwendet werden. Eine zweite Möglichkeit ist, nur für die Ermittlung von AdBlockern eine neue Ressource zu laden. Das kann etwa ein 1×1 Pixel großes Bild mit dem Namen banner.gif sein, das per <img>-Tag auf der Seite eingebunden wird und dessen Höhe Sie prüfen oder die von mir bevorzugte Variante einer JavaScript-Datei advertisement.js, die einfach nur eine Variable setzt. BlockAlyzer nutzt beide Varianten für einen eindeutigen Test.

AdBlocker mit JavaScript erkennen

Da AdBlocker erst im Browser des Nutzers funktionieren, muss die Prüfung mit JavaScript erfolgen. Die Datei advertisement.js enthält dabei folgenden Inhalt

var adblockJsFile = true;

Sie müssen jetzt im Quellcode einer auf jeder Seite geladenen Datei nur überprüfen, ob die Variable auch existiert.

blocked = 0;
if ( typeof adblockJsFile == 'undefined' ) {
blocked = 1;
}
adblockRecordBlock(blocked); // record value

AdBlocker-Zähler herunterladen

Der vollständige Zähler basiert auf einem Skript von Saurdo. Seine ursprüngliche Version zählt die AdBlocker anhand eines vorhandenen Anzeigenblocks und gibt bei Bedarf auch eine Fehlermeldung aus. Ich habe das Skript für die Nutzung mit einer advertisement.js umgeschrieben und die Nachricht entfernt.

Download des AdBlock-Zähler Skriptes

Enthaltene Dateien

  • adblocks.php
  • adblocks.txt
  • advertisement.js
  • index.html (mit JavaScript und Beispielcode)
  • readme

Installation des AdBlock-Zählers

1. Kopieren Sie die Dateien adblocks.php, adblocks.txt und advertisement.js in das Root-Verzeichnis Ihrer Webseite.

2. Binden Sie die Datei advertisement.js wie folgt zwischen die-Tags ein.

<script type="text/javascript" src="advertisement.js"></scrip>

3. Kopieren Sie den Code zwischen den script-Tags aus der index.phtml (Zeilen 33 bis 69) in den Quellcode Ihrer Webseite kurz vor den schließenden -Tag.

4. Fügen Sie den Pfad zur PHP-Datei ggf. in php_url in Zeile 34 ein.

5. Besuchen Sie Ihre Webseite und prüfen Sie, ob sich der Inhalt der Datei adblocks.txt geändert hat.

Sollte dies nicht funktionieren, dann überprüfen Sie bitte die Schreibweisen und Dateipfade. Lesen Sie bitte auch den ursprünglichen Artikel für weitere Anweisungen. Ansonsten hinterlassen Sie mir einfach einen Kommentar.

Auswertung der AdBlock-Besuche

In der adblock.txt finden Sie zwei Zahlen. Die erste ist die Anzahl der Seitenaufrufe, die zweite die Anzahl der Seitenaufrufe mit aktiviertem AdBlocker. Aus diesen beiden Zahlen können Sie den Anteil an Besuchern mit AdBlockern ermitteln.

Abschließende Hinweise

Sollten Sie den JavaScript-Code in eine extere Datei auslagern wollen, dann beachten Sie bitte, dass auch diese theoretisch von AdBlockern erfasst werden kann.

Wenn Ihre Webseite nicht in PHP geschrieben ist und Ihr Server PHP nicht versteht, dann müssen Sie den Code in der Datei adblock.php für Ihre Programmiersprache anpassen.

Das Laden einer weiteren externen Datei wie der advertisement.js ist bei wechselnden Anzeigenplatzierungen die flexibelste Variante, verursacht jedoch einen zusätzlichen HTTP-Aufruf. Das ist ein erster Grund gegen eine langfristige Nutzung dieses Skriptes.

Ein weiterer Grund ist die Speicherung der Werte in einer Textdatei. Bei unseren Analysen ist es die beste Variante, um den Aufwand für Kunden gering zu halten. Speichern Sie die Werte bei konstanter Messung stattdessen lieber in einer Datenbank. Eine weitere Möglichkeit folgt hier in Kürze. Abonnieren Sie den Newsletter, um das Update dazu nicht zu verpassen.

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